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„Ein echter Fortschritt in der Chirurgie“

Überzeugten sich gemeinsam von der Leistungsfähigkeit des neuen Hybrid-OPs (v.l.): Dr. Wolfgang Harringer, Chefarzt der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Bartkiewicz, Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Markurth, Prof. Dr. Matthias P. Heintzen, Chefarzt der Medizinischen Klinik II, sowie Klinikum-Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert. Foto: Jörg Scheibe

Am Klinikum Salzdahlumer Straße wurde ein topmoderner Hybrid-OP in Betrieb genommen – der einzige in der Region.

Von Birgit Leute, 27.09.2016.

Braunschweig. Rund eine Woche ist er schon im Einsatz, am Dienstag wurde er auch der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt. Das Klinikum Braunschweig besitzt in der Salzdahlumer Straße seit Kurzem einen der modernsten Operationssäle Niedersachsens. In dem sogenannten Hybrid-OP, in dem auch Industrierobotertechnik zum Einsatz kommt, können gleich mehrere Behandlungsmethoden miteinander kombiniert werden. „Ein echter Fortschritt in der Herz- und Gefäßchirurgie“, ist Professor Dr. Wolfgang Harringer, Herzchirurg am Klinikum stolz.

Rund 4,5 Millionen Euro hat der High-Tech-OP gekostet, davon wurden 600 000 Euro von einer Braunschweiger Bürgerin übernommen – als Spende. „Es gibt viele technische Innovationen auf dem Markt – meist für siebenstellige Beträge. Wir mussten uns entscheiden, wo wir investieren“, rechnet Andreas Goepfert vor. Der Geschäftsführer des Klinikums wie auch Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Markurth sind dennoch überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben. „Als Maximalversorger für 1,2 Millionen Menschen in der Region müssen wir unserem Anspruch gerecht werden und Expertise in die Region holen“, so Markurth.

Unterstützt werden beide von Medizinern wie Harringer und Matthias P. Heintzen, Chefarzt der Medizinischen Klinik II und Spezialist für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie. „Mit den Möglichkeiten, die der OP bietet, wird der Patient, und das sind bei uns meist ältere Menschen, geschont“, so Heintzen. Schwere Operationen, bei denen etwa der Brustkorb oder das Bein geöffnet werden mussten, gehörten der Vergangenheit an. „Der Trend geht zu immer kleineren, minimal-invasiven Operationen. Die werden durch den OP hervorragend unterstützt“, sagt Harringer.

Das Besondere: In dem Hybrid-OP kann gleichzeitig operiert und geröntgt werden. „Der Operateur bekommt durch einen rotierenden CT-Arm ein millimetergetreues mehrfarbiges 3-D-Bild der zu operierenden Stelle, viel exakter, als es vorher möglich war, und kann so punktgenau operieren“, ist der Herzspezialist, der sich seit zehn Jahren für das Projekt einsetzt, begeistert. Für den Patienten heißt das: Nicht nur die Röntgenbelastung wird auf ein Minimum reduziert. Es gibt auch keine größeren Operationswunden, sodass die meisten Patienten nach nur drei bis vier Tagen bereits wieder entlassen werden können. „Dass ein solcher Operationssaal realisiert werden konnte, hängt letztlich auch damit zusammen, das wir in der Salzdahlumer Straße genügend Platz haben, um die aufwendige Robotertechnik unterzubringen“, sagt Harringer mit Blick auf die Raumprobleme anderer Krankenhäuser.
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