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Ebbe statt Bierflut

Entlang der Oker informierten Zettel über das Verbot und die Absage der Bierflut sowie Konsequenzen bei Missachtung. T.A.

Jugendliche hielten sich an Partyverbot.

Von Andreas Konrad, 20.07.2014.

Braunschweig. Am Ende war es keine Flut, sondern der Sturm im Wasserglas. Mit großem Aufwand wollte die Stadt am Sonnabend eine Facebook-Party verhindern – doch die Teilnehmer blieben aus.

Kaum eine Handvoll Jugendlicher von den angekündigten 6800 verirrten sich am Sonnabend an die Oker zwischen Volkswagenhalle und Okercabana. Nach einem Aufruf auf Facebook sollten sie sich eigentlich mit Booten und Bier auf der Oker treffen. Als die Stadt bereits im Vorfeld die Veranstaltung untersagt und sogar androht hatte, die Oker abzusenken, zog der bislang unbekannte Initiator seinen Aufruf am Mittwoch zurück.
Damit sei die Geschichte aber nicht zu Ende, kündigte Ordnungsdezernent Claus Ruppert an. Die Bierflut könnte am Ende für Ebbe in der Kasse der Veranstalter sorgen.
Rund 130 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren sowie zahlreiche Polizisten zu Pferd und Motorrad und Mitarbeiter des Zentralen Ordnungsdienstes der Stadt standen am Sonnabend bereit, um die Bierflut zu verhindern. Bereits am Abend zuvor hatte das Grünflächenamt den betroffenen Okerabschnitt mit Trassierband und Hinweisschildern abgesperrt. Zwei Kähne der Stadtentwässerung waren im Bereich der Okerbrücken an Okercabana und Konrad-Adenauer-Allee bereitgestellt, die als flexible Sperren fungiert hätten, wären Schlauchboote abgetrieben.
Ein beachtlicher Aufwand, der nach Meinung von Claus Ruppert so auch gerechtfertigt war. Facebook-Partys hätten immer eine Eigendynamik, die sich mit Untersagungen oder Absagen nur bedingt beeinflussen ließe, sagte der Ordnungsdezernent. Man hätte sich auf den Ernstfall vorbereiten müssen, sei am Ende aber doch erleichtert. „Ich freue mich, dass sich so viele entschlossen haben, dem Appell der Stadt zu folgen und nicht an einer so gefährlichen Veranstaltung teilzunehmen“, so Ruppert. Dennoch dürften derartige Aufrufe keine Schule machen. Aus diesem Grund werden sich Stadt und Polizei um die Herausgabe der Nutzerdaten der Veranstalter bei Facebook bemühen, um diese mindestens für die Einsatzkosten zur Kasse bitten zu können.
Auch auf anderen Gewässern der Stadt – wie dem Heidbergsee – blieb es ruhig. Einige Facebook-Nutzer hatten nach der Absage ein mögliches Ausweichen dorthin angekündigt.
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1 Kommentar
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Andreas Riesebeck aus Braunschweig - Innenstadt | 20.07.2014 | 19:09  
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