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Die große Lust am Schnäppchen

Auch auf dem Flohmarkt in Manhattans Upper East Side gibt es so manches schöne Stück. Foto: akb

In der warmen Jahreszeit warten auch auf Braunschweigs Flohmärkten viele günstige Angebote.

Von Anne-Kathrin Bieber, 07.08.2013

Braunschweig. Der Sommer ist immer auch Flohmarktzeit. Modebloggerin und Backstage-Kolumnistin Anne-Kathrin Bieber erzählte der nB von ihrem letzten Schnäppchen, von Flohmärkten in anderen Ländern, und was sie an den zeitlosen Trödelbasaren so reizvoll findet.

*Warum überhaupt Flohmarkt?

Schon als Kind bin ich mitgegangen, wenn meine Mutter mit Freundinnen auf dem Flohmarkt verkauft hat, und hatte großen Spaß am Handeln und Feilschen. Ich finde es spannend, mit so unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu treten. Gegenstände, die bereits eine Geschichte haben, kommen in ein neues Umfeld und bekommen einen neuen Sinn.
Ich kaufe und verkaufe gleichermaßen gern auf Flohmärkten und habe schon die witzigsten Geschichten erlebt. Man trifft Menschen, die aus unterschiedlichen Beweggründen auf Flohmärkten sind. Ob man aus Bedürftigkeit oder Spaß am Schauen geht, alle Käufer haben ein Ziel, und zwar ein möglichst großes Schnäppchen zu machen. Der Preis ist oft so überzeugend, weil man Dinge kauft, die man eigentlich nicht braucht, im Nachhinein aber die beste Investition sind.

*Auf welche Märkte gehst du?

In Braunschweig gehe ich am liebsten auf den Schützenplatz. Hier herrscht zwar manchmal ein rauer Umgangston, aber gerade das macht es für mich so real. Hier findet man echte Schnäppchen und die Atmosphäre ist wie auf einem Basar, mit einer gewissen Spannung und Lebendigkeit in der Luft. Wenn ich auf Reisen bin, schaue ich auch immer nach den örtlichen Flohmarktterminen. So erlebt man das Land und die Leute. Ich liebe die Vintage-Märkte in Amsterdam und Paris, die zwar professionell, aber auch sehr individuell sind.
Der Flohmarkt am Mauerpark in Berlin ist auch ein Highlight, denn dort werden neben Vintage-Designertaschen selbstgekochtes Curry und andere exotische Gerichte angeboten. Der aufregendste Flohmarkt, den ich bisher besucht habe, war in einer Grundschule in New York. Dort gab es nichts, was es nicht gab, und es war allein schon spannend eine amerikanische Schule von innen zu sehen. Die Atmosphäre war anders als auf deutschen Flohmärkten und wesentlich kommunikativer. Als ich ein paar Ohrringe für zwei Dollar mit Hartgeld bezahlen wollte, lachte die Verkäuferin laut los. Das sei ihr noch nie untergekommen, meinte sie: „Typisch deutsch!“
*Was kaufst du, und was war dein bestes Schnäppchen?

Ich gehe eigentlich immer ohne ein Ziel auf den Flohmarkt und lasse mich treiben. Wenn man was Bestimmtes sucht, findet man es eh nicht, das kennt man ja. Aber von Dekorationsartikeln über Kleidung bis hin zum Beistelltisch habe ich schon alles Mögliche gekauft. Mein letztes Schnäppchen war ein Möbelstück, ein altes Nähmaschinentischchen mit vielen Fächern für Kleinkram. Ich habe es für fünf Euro erstanden.
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