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Der Weg ist frei: Die Volksbank kann bauen

Rat stimmt dem Umbau des ehemaligen Postgeländes am Bahnhof zu

Von Ingeborg Obi-Preuß, 01.12.2010

Braunschweig. Der Weg für die Volksbank ist frei: Eine breite Mehrheit stimmte für das Bauvorhaben der Bank auf dem Post-Areal.

CDU, FDP, SPD und die Linke stimmten der Vorlage zu, die Grünen enthielten sich, die Bibs war dagegen. „Wir haben den Startschuss für das Planverfahren mit großer Mehrheit gegeben“, sagte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann zum Schluss der Ratssitzung am späten Montagabend.
Die Volksbank Braunschweig Wolfsburg plant, ihre zwei Verwaltungsstandorte zusammenzulegen, insgesamt eine Investition von rund 100 000 Euro. Vorgesehen ist ein Umbau des sogenannten Toblerone-Hochhauses am Bahnhof. Zur Finanzierung soll ein Fachmarkt auf dem Gelände entstehen (wir berichteten).
Jetzt kann der Flächennutzungsplan geändert und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan realisiert werden. Ebenfalls beschlossen wurde die Prüfung, ein Kongress-Hotel in das Vorhaben zu integrieren. Bisher vorgesehen ist ein SB-Warenhaus, ein Bau- und ein Teppichmarkt, ein Baby- und ein Zoofachgeschäft.
Es gab im Vorfeld heftige Diskussionen über die Verträglichkeit des geplanten Projekts mit dem Zentrenkonzept. Befürchtet wurden negative Auswirkungen auf den Handel in der Innenstadt. Beschlossen wurde nun ein Ja zum grundsätzlichen Projekt, allerdings mit Einschränkungen, um die Befürchtungen des Handels zu wahrzunehmen.
Insbesondere der Arbeitsausschuss Innenstadt und die Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) hatten vor einer Aufweichung des Zentrenkonzeptes gewarnt. In einer Vollversammlung kurz vor der Ratssitzung verständigten sich die Kaufleuten auf Vorschläge, die die Verwaltung aufnahm.
Unter anderem verpflichtet sich der Rat, bei der Aufstellung des Bebauungsplans die Auswirkungen des SB-Warenhauses auf Innenstadthandel und Nahversorgung zu berücksichtigen.
Außerdem soll die Verwaltung prüfen, ob „anstelle des Einzelhandels oder von Teilen davon auch ein Kongresshotel mit angeschlossenem Kongresszentrum wirtschaftlich sinnvoll darzustellen wäre“, heißt es im Beschluss der IHK.
Daneben beschloss der Rat, auf „absehbare Zeit“ keine großen Einzelhandelsprojekte außerhalb der „bestehenden Entwicklungsschwerpunkte“ zuzulassen.
„Ich bin froh, dass wir ein solch gutes Institut wie die Volksbank in unserer Stadt behalten und damit den Finanzstandort stärken“, sagte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann. Auch Wolfsburg hatte der Volksbank einen Platz für ihre Verwaltung angeboten.
Zur Frage nach dem unter anderem von den Grünen gewünschten Kongresshotel und -zentrum sagte Hoffmann, dass die Befürworter jetzt erstmal genau definieren müssten, was sie sich überhaupt vorstellten, dann würde die Verwaltung ein Gutachten in Auftrag geben.
Wolfgang Sehrt (CDU) betonte in seiner Erklärung, dass der innerstädtische Handel viel mehr unter den „sich wie ein Krebsgeschwür“ ausdehnenden Randsortimenten der Großmärkte an der Peripherie leide. „Wir müssen das kontrollieren“, rief er, „die großen Konzerne nehmen den kleinen Innenstadtgeschäften ihren Umsatz weg“, appellierte der CDU-Mann an den Rat.
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