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„Dankbarkeit der Menschen überwältigend“

Drittes Team der Johanniter-Unfall-Hilfe ist am Freitag in das Katastrophengebiet Haiti gestartet

„Es macht fast sprachlos, das Ausmaß der Zerstörung und das Leid der Menschen zu sehen. Es ist aber ein gutes Gefühl zu wissen, dass die Hilfe weitergeht und wir einen Beitrag leisten konnten“, fasst Sabine Lurz, Mitarbeiterin der Johanniter-Auslandshilfe und Mitglied des ersten medizinischen Teams, ihre Eindrücke der vergangenen Woche zusammen. Ausrüstungsgegenstände sowie weitere medizinische Hilfsgüter, Einsatzfahrzeuge, ein Generator sowie eine Wasseraufbereitungsanlage der Johanniter waren bereits am Montag von Frankfurt aus in die Dominikanische Republik geflogen worden. Mit an Bord waren drei „Emergency Health Kits“ der Johanniter mit dringend benötigten Medikamenten, Sterilisationstechnik, Verbandmaterial und einer Grundausstattung an chirurgischen Instrumenten. Damit können mehr als 30 000 Menschen drei Monate lang medizinisch versorgt werden.
Mit Dr. Helmut Schühle und Lutz Fricke sind zwei Niedersachsen im Team, das nächste Woche nach Deutschland zurückkehrt. Nach den anstrengenden Tagen – fast 100 Amputationen täglich und Behandlung hunderter offener Knochenbrüche durch Ärzte der Johanniter und anderer Hilfsorganisationen – unter erschwerten Bedingungen, nach dem Erleben von Leid und Elend unterziehen sich die Teammitglieder einer Einsatznachsorge. Mit Hilfe eines Pfarrers werden die Erlebnisse des Einsatzes reflektiert. „Für solche Einsätze kommen nur erfahrene Ärzte und Sanitäter in Frage“, meint Susanne Reinhardt vom Landesverband Niedersachsen/Bremen der Johanniter. Lutz Fricke zum Beispiel habe Erfahrungen aus Einsätzen im Kongo und in Bosnien. Andere Ärzte seien unter anderem in Namibia und Palästina gewesen.
Die Johanniter planen nach der ersten Soforthilfephase ein langfristiges Engagement in der orthopädischen Versorgung von tausenden Menschen mit schweren Knochenbrüchen und Amputationswunden. Dazu werden im Februar weitere Orthopädie-Experten sowie eine mobile Containerwerkstatt nach Haiti entsandt. Wer spenden möchte, kann das unter dem Stichwort: „Erdbeben Haiti“, Spendenkonto 102030, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00.


Von Martina Jurk, 31.01.2010

Port au Prince/Berlin/Braunschweig. „Die Dankbarkeit der Menschen und das Lächeln, besonders der Kinder, ist überwältigend.” Notarzt Dr. Helmut Schühle gehört einem zwölfköpfigen medizinischen Team der Johanniter-Unfall-Hilfe an, das seit dem 20. Januar in Haiti hunderte Patienten behandelt hat. Am vergangenen Freitag haben die Johanniter weitere Helfer nach Haiti entsendet. In dem neunköpfigen Team befinden sich Ärzte, Rettungssanitäter, Logistiker, eine Orthopädie-Expertin sowie eine Notfallseelsorgerin.

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