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Bombenverdacht auf dem Messegelände

Anwohner müssen Häuser räumen – Evakuierung am Sonntag (27. Juli)

Von Birte Probst

Braunschweig. Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegt vermutlich auf dem Messegelände und soll am Sonntag (27. Juli) von Experten entschärft werden.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, werden Experten des niedersächsischen Kampfmittel-Beseitigungs-Dienstes (KBD) zunächst den Zünder der vermutlich 100-Kilogramm-Fliegerbombe vor Ort abmontieren und den Blindgänger damit entschärfen. Gesprengt wird die Bombe nicht. „Eine kontrollierte Sprengung wäre erst dann erforderlich, wenn die Bombe nicht entschärft werden könnte“, sagte Stadtsprecher Adrian Foitzik auf Anfrage der nB.
Bisher gebe es jedoch keinen Anlass dafür. Vorsichtshalber müssten alle rund 5300 Anlieger des Messegeländes an der Eisenbütteler Straße in einem Radius von rund einem Kilometer ihre Häuser verlassen (siehe Plan auf Seite 8). Die Evakuierung beginnt am kommenden Sonntag (27. Juli) um 9 Uhr, voraussichtlich gegen 14.30 Uhr können die Betroffenen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Den Bombenverdacht ausgelöst hatten gezielte Blindgänger-Suchen nach einer Auswertung von Luftbildern. Diese geben laut Foitzik jedoch keinen Aufschluss darüber, ob es sich tatsächlich um einen Sprengkörper handelt. Deshalb hatte der KBD im Bereich des Messegeländes mehrere ungefährliche Messbohrungen angesetzt, die den Verdacht schließlich erhärteten.
Bei der Bomben-Entschärfung müssen alle Anwohner in einem Radius von rund einem Kilometer ihre Häuser verlassen. „Derzeit besteht keine Gefahr“, teilte die Stadtverwaltung mit. Das Gelände sei daher nicht abgesperrt.
Der verdächtige Metallkörper, nach bisherigen Erkenntnissen eine 100-Kilogramm-Fliegerbombe, liegt etwa 3,50 Meter tief im Erdreich. Bewusst wurde für die Evakuierung ein Wochenende in den Sommerferien gewählt. Am Sonntag ruhe zudem in den zahlreichen Gewerbebetrieben der Umgebung überwiegend die Arbeit, so die Stadt.
Die Feuerwehr wird in den kommenden Tagen die rund 5300 Anlieger und Firmen in dem betroffenen Bereich per Handzettel von der Evakuierung informieren. Start ist am Sonntag um 9 Uhr. Die Feuerwehr bittet, Wohnungen und Betriebe am Sonntag bis spätestens 10 Uhr verlassen zu haben. Sofern erforderlich, können die Anwohner ausweichen in das Schulzentrum Stöckheim (Siekgraben 46-48).
Zudem wird der Busverkehr ab 9 Uhr durch das betroffene Gebiet eingeschränkt. Aus durchfahrenden Bussen kann nicht mehr ausgestiegen werden.
An den drei folgenden Bushaltestellen steht ein Buspendelverkehr zur Verfügung, um Anwohner ins Schulzentrum Stöckheim zu fahren:
• Bushaltestelle Frankfurter Platz
• Bushaltestelle Leisewitzstraße
• Bushaltestelle Bebelhof
Die Feuerwehr hat zudem ein Info-Telefon unter der Nummer 2 34 56 78 geschaltet. Dort können sich auch Anwohner melden, die einen Krankentransport benötigen.
Alle Beteiligten werden gebeten, ihre Nachbarn zu verständigen und am Sonntag die Fenster zu kippen. Es besteht keine Gefahr, daher bittet die Feuerwehr, ruhig zu handeln und bei der Evakuierung am Sonntag nach Möglichkeit nur wichtige Medikamente mitzunehmen.
Feuerwehrleute werden die Straßen ablaufen und sich vergewissern, dass sich niemand mehr in den Wohnungen und Betrieben befindet. Voraussichtlich gegen 14.30 Uhr können die Menschen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Autobahn 391 ist von der Sperrung nicht betroffen. Eine Sperrung der Autobahn käme nur zum Tragen, falls die Bombe nicht entschärft werden könnte, sondern kontrolliert gesprengt werden müsste.

Folgende Straßen müssen evakuiert werden:
Alte Frankfurter Straße ab Friedrich-Seele-Straße stadteinwärts, Alte Salzdahlumer Straße, Am Alten Bahnhof 1-7, Am Bürgerpark, Am Füllerkamp 98 und 99, Arndtstraße 1, Badetwete, Bergfeldstraße, Blumenstraße 1, Böcklerstraße 13-31 und 217-231 sowie 234-238, Campestraße 29, Charlottenhöhe, Christian-Friedrich-Krull-Straße, Cyriaksring 1-9 und 56-61, Eisenbütteler Straße, Ekbertstraße, Fabrikstraße, Frankfurter Straße 14-49 und 218-276, Friedrich-Kreiß- Weg, Friedrich- Seele-Straße 2, Friedrichstraße, Gertrudenstraße 37, Hamelnweg, Heinrich-Büssing-Ring 1-4 und 34-40, Helenenstraße alle außer Nummer 17, Hennebergstraße, Hoheworth, Holzhof, Höxterweg, Hugo-Lutter-Straße 1-18 und 54a-62, Juliusstraße 30-30D und 31-31C, Kennelweg, Kleingartenvereine Charlottenhöhe, Kennel, Kennelblick, Klosterkamp, Moorland West, Südwest, Kramerstraße alle außer 28 und 30, Laffertstraße 1, Leisewitzstraße, Obergstraße 4, Odastraße, Otto-von- Guericke- Straße, Peter- Joseph- Krahe- Straße, Riedestraße, Schöttlerstraße, Stobwasserstraße, Theodor- Heuss- Straße 1- 12, Werkstättenweg, Wolfenbütteler Straße 81-54 stadtauswärts und 5-43, Zuckerbergweg 1 und 3.
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