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Blicke in die Wissenschaft

PTB lud gestern zum Tag der offenen Tür.

Von Annette Heinze-Guse, 15.07.2012.

Braunschweig. Präzise Messgeräte für Elektromobile, metrologische Forschung im europäischen Verbund: Beim Tag der offenen Tür in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) zeigten Mitarbeiter gestern, an welchen Projekten sie arbeiten.

Der Tag solle den Besuchern wissenschaftliche Unterhaltung oder auch unterhaltsame Wissenschaft bieten, sagte Pressesprecher Dr. Dr. Jens Simon bei einer kurzen Ansprache zur Eröffnung.
Und so gab es nicht nur interessante Einblicke in die Wissenschaft, sondern auch ein buntes Rahmenprogramm unter anderem mit der Bigband der PTB sowie spanischem Schauspiel zum Thema „Zeit“. Der Tag der offenen Tür fand zum 125. Geburtstag der PTB statt, die im Jahre 1887 als „Physikalisch-Technische Reichsanstalt“ gegründet worden war.
Der Tag der offenen Tür fand bei wechselhaftem Wetter große Resonanz, Hunderte Besucher strömten am Nachmittag auf das Gelände, Autoschlangen bildeten sich davor.
Der Tag der offenen Tür der PTB gestern stieß auf große Resonanz. Zum Thema „Elektromobilität“ konnten die Besucher ein Elektroauto, Elektrofahrräder und Segways ausprobieren.
Die PTB informierte mit dem Start-up-Unternehmen Ubitricity über das gemeinsame Projekt „on-board-metering“ – Messtechnik im Auto. Gezeigt wurde der Prototyp einer Systemsteckdose, die künftig flächendeckend, unter anderem an Parkplätzen installiert werden soll. Pkws, die „tanken“ wollen, werden über Mobilfunk identifiziert, die Strommenge wird mittels eines Messgeräts im Auto exakt ermittelt und an eine Zentrale übermittelt. Der E-Mobil-Fahrer der Zukunft könnte also monatlich eine weitere Stromrechnung bekommen. Ein Feldtest des Systems soll im Herbst stattfinden. Marktreif könnte es übernächstes Jahr sein.
Über Forschung der nationalen metrologischen Forschungsanstalten im europäischen Verbund informierten gestern Dr. Wolfgang Schmid und Barbara Tafel vom Verein Euramet. Seine Geschäftsstelle ist bei der PTB in Braunschweig angesiedelt. Ziel sei die „gemeinsame, koordinierte Forschung“, erläuterte Barbara Tafel, die für die PTB und Euramet arbeitet.
Das Know-how verschiedener Länder werde zusammengebracht, sagte Dr. Schmid. Der Verbund mache auch kleineren Ländern die Teilnahme an Forschungsprojekten möglich.
Geforscht wird beispielsweise zum Thema Gesundheit, um Dosierungen bei der Strahlentherapie gegen Krebs möglichst genau messen zu können.
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