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Bei Drogen klar die Nase vorn

Polizei feierte Tag der offenen Tür – Vierbeiner begeisterten die rund 18 000 Besucher.

Von Birgit Leute, 18.08.2013.

Braunschweig. Auf seine Nase kann sich Chuck verlassen. Der achtjährige Drogensuchhund war einer der Publikumslieblinge beim Tag der offenen Tür der Polizei am gestrigen Sonnabend. Rund 18 000 Besucher nutzten die Gelegenheit einmal hinter die Kulissen der Inspektion zu schauen.

Ein „Wuff“, ein Sprung und Chuck sitzt auf dem Motor eines Autos. Keine Minute später schlägt er an und zeigt: In einem Hohlraum muss Rauschgift versteckt sein. Hundeführer Rouwen Brunke ist zufrieden: „Chuck ist ein erfahrener Hase, auch wenn er inzwischen etwas altersstarrsinnig geworden ist“, verrät der Polizeioberkommissar grinsend über seinen „Kollegen“.
Die Vierbeiner waren ganz klar die Publikumsmagneten beim Tag der offenen Tür. Und wer wollte, konnte auch mal auf den Rücken eines Polizeipferdes krabbeln und das Fest aus gefühlten zwei Metern Höhe erleben – für die fünfjährige Liv einer der aufregendsten Momente des Tages.

„CSI“, „Tatort“ oder „Profiler“: Mit der Wirklichkeit haben Krimis im Fernsehen wenig gemein: „Das ist nette Unterhaltung“, verriet Stefanie Przywana vom Kriminaldauerdienst beim Tag der offenen Tür.Sie muss es wissen, denn Przywana arbeitet bei der Spurensicherung. Mit feinen Pinseln, Folien oder Gips untersucht sie Tatorte nach verräterischen Überresten – oft nach Einbrüchen, manchmal aber auch nach Gewaltverbrechen. Das kann manchmal Tage dauern. „Vor allem spazieren die Kommissare nicht mit Alltagskleidern durch unsere Arbeit“, sagt die Polizistin kopfschüttelnd und mit Blick auf den beliebten Sonntags-„Tatort“. Pinsel und Lineal sind übrigens nicht mehr die einzigen Instrumente, die die „Spusi“ einsetzt. Längst haben Hightech-Instrumente wie eine 360-Grad-Kamera Einzug gehalten. „Damit lassen sich Tatorte aus jedem Blickwinkeln einfrieren“, erklärte Frank Juritzka.
Leitthema in diesem Jahr war allerdings die Verkehrssicherheit. Wer mutig genug war, konnte in einem Überschlagsimulator einmal selbst ausprobieren, wie es sich anfühlt, wenn das Auto nach einem Unfall auf dem Dach landet. Die Verkehrswacht machte mit Hilfe einer Puppe eindringlich klar, was passiert, wenn Kinder nicht angeschnallt sind: Schon bei geringem Tempo flog der kleine Struwwelpeter aus Stoff bei einer abrupten Bremsung in hohem Bogen nach vorne.
Zwar ist die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen, so die Polizei, seit den 70er Jahren rückläufig. Doch 2012 starben immer noch 540 Menschen durch Verkehrsunfälle. Vor zwei Jahren hat sich deshalb die landesweite Verkehrssicherheitsinitiative 2020 gegründet, die das Ziel hat, die Zahlen der Verkehrstoten weiter zu reduzieren.
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