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Azubis dringend gesucht

Anja Klockenhoff (l.) und Verena Pürschel freuten sich über die gelungene Premiere der Berufsstarter-Messe „Ab in die Ausbildung“. Fotos (4): Ammerpohl

IHK und Agentur für Arbeit bringen Anbieter und Suchende von Lehrstellen zusammen.

Von Andreas Konrad, 13.07.2014.

Braunschweig. Was macht eigentlich ein Packmitteltechnologe? Oder eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit? Die Antworten darauf und gleich die passenden Lehrstellen dazu gab es am Donnerstag in der IHK bei „Ab in die Ausbildung“.

„Eine Befragung von 130 Unternehmen hat ergeben, dass 21 Prozent davon Probleme bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen haben“, weiß Anja Klockenhoff, Leiterin der Abteilung Berufsbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig. Grund genug, mit einer neuen Veranstaltung Bewerber und Firmen zusammenzubringen, fanden die IHK und die Bundesagentur für Arbeit als gemeinsame Veranstalter. Das sahen viele Unternehmen aus der Region auch und bauten in der IHK ihr mobiles Bewerberbüro auf. Teils mit großem Erfolg, wie Sabine Wiese vom Hotel Steigenberger berichtet: „Wir suchen in erster Linie Köche und Hotel- und Restaurantfachkräfte. Einige interessante Gespräche habe ich bereits geführt.“
Das Problem für die Firmen ist, dass „der Ausbildungsmarkt derzeit – auch für Hauptschüler – so gut wie nie ist“, sagt Verena Pürschel, Teamleiterin bei der Agentur für Arbeit. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen stünden vor dem Problem, dass sie selbst wenn sie Auszubildende gefunden haben, sich derer nicht sicher sein können, da viele Jugendliche weiter suchen, weil sie Großunternehmen als Arbeitgeber häufig bevorzugen. So entstehe momentan fast ein Wettbewerb um Auszubildende, ergänzt Klockenhoff.
Besonders beliebt bei den Schulabgängern seien nach wie vor kaufmännische Berufe, aber auch Industriemechaniker, während klassische Berufe wie Bäcker oder Fleischer eher an Attraktivität verloren hätten. Ein weiterer Trend sei, dass immer mehr Mädchen Interesse an gewerblichen Berufen hätten, beobachtet Klockenhoff.
Insgesamt nahmen 412 Jugendliche, die noch eine Lehrstelle suchen, das Angebot von „Ab in die Ausbildung“ an – 600 hatte die Agentur für Arbeit im Vorfeld angeschrieben. Ob sich unter den Bewerbern vor Ort auch ein künftiger Packmitteltechnologe oder eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit befunden haben, stand am Ende noch nicht endgültig fest. Was beide aber lernen, stellt die nB am Sonntag (27. Juli) in einer großen Sonderbeilage zum Thema Berufswahl vor.
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