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Ausgezeichnet: Toben macht schlau

Die Geschwister-Sperling-Kindertagesstätte hat das Markenzeichen „Bewegungskita“ bekommen

Von Alexandra Wolff, 01.12.2010

Braunschweig. „Toben macht schlau“, sagt die Sportwissenschaftlerin Renate Zimmer. Die Erzieherinnen der Geschwister-Sperling-Kindertagesstätte haben sich dieses Zitat zum Motto gemacht und dafür Anfang November das Markenzeichen „Bewegungskita“ bekommen.

Vom Klettergerüst auf die Matten herunterzuspringen macht richtig viel Spaß. Und auf einer umgedrehten Bank balancieren auch. Darin sind sich die fünfjährigen Kinder Justus und Sienna einig. „Und ich baue mir gerne Buden und suche mir den besten Platz aus“, erzählt der ebenfalls fünfjährige Jesper. Erik ist erst vier, hat aber schon aus Matten und Seilen Piratenschiffe gebaut.
Doch was für die Kinder einfach nur Spaß und Toben bedeutet, ist für die Erzieherinnen der Geschwister-Sperling-Kindertagesstätte ein ausgeklügeltes Konzept: „Alle Räume sind flexibel für die Bewegungssequenzen zu nutzen. Decken- und Wandvorrichtungen zum Schaukeln, Schwingen und Klettern, adäquate Aufbewahrungsmöglichkeiten der Geräte und Materialien“, heißt es unter dem Punkt „Voraussetzungen für eine Anerkennung als Bewegungskindergarten“ in einer Broschüre der Niedersächsischen Turnerjugend.
„Dass wir jetzt dieses Markenzeichen haben, bedeutet aber nicht, dass wir Super-Sportler hervorbringen“, berichtet die Leiterin des Kindergartens Sabine Klebe-Tarrey. „Bewegung bedeutet für uns, dass die Kinder selbst aktiv werden wollen, ihre eigenen Stärken und auch andere Kinder erleben können.“
Um dem Bewegungsmangel der Kinder entgegenzuwirken, entwickelte der „Qualitätszirkel Bewegungskita“ in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium, den Kindergärten, den Turn-. und Sportvereinen und zahlreichen weiteren Instituten und Einrichtungen ein Netzwerk, das langfristig und ganzheitlich Kinder in ihrer Bewegungsentwicklung fördert und begleitet.
„Das bedeutet, dass wir beispielsweise auch Ausflüge in den Wald machen“, erklärt die Erzieherin Anne Liedtke und ihre Kollegin Andrea Näther ergänzt: „Und zwar bei Wind und Wetter, nur wenn es blitzt, bleiben wir lieber drinnen.“
Doch die Kita will sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Das Markenzeichen gilt nur für zwei Jahre, und danach wollen die Erzieherinnen die Auszeichnung neu beantragen.
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