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Auf zwei Rädern zum Theater

Generalintendant Joachim Klement, die beiden Lebenshilfe-Mitarbeiter Ralf Pardeike und René Bouten, Ulrich Semmler (Bereichsleiter Arbeit der Lebenshilfe) und Suzanne Mürre („radspezial“, Lebenshilfe, v.l.). Foto: André Pause

Lebenshilfe und Staatstheater kooperieren für das Projekt „Wir bewegen Braunschweig“.

Von André Pause, 13.09.2014.
Braunschweig. Hübsch sehen sie aus, die Fahrräder in der Signalfarbe HKS13. Das ist – Fachchinesisch beiseite – das knallige Rot, das seit geraumer Zeit für die Wiedererkennung des Staatstheaters sorgt.

Für die Aktion „Wir bewegen Braunschweig“, eine Kooperation mit dem Staatstheater, haben die Ausbildungswerkstätten der Lebenshilfe Braunschweig alte Drahtesel wieder flott gemacht und liebevoll gestaltet. Die ersten 15 Räder sollen heute im Rahmen des Theaterfestes an Neuabonnenten eines Festplatzabos der Spielzeit 2014/15 übergeben werden.
Ein Tag gehe für den Aufbau eines Rades drauf, erzählen Ralf Pardeike und René Bouten, beide Werkstattmitarbeiter des Lebenshilfe-Fahrradfachgeschäfts „radspezial“. „Manchmal ist es gar nicht so einfach, die passenden Teile zu finden“, sagt Pardeike. Da jeder Festplatzabonnent ein Rad erhalten soll, wird noch fleißig weiter geschraubt und lackiert. Freuen würde sich die Lebenshilfe daher über Fahrradspenden. „Schön wäre es natürlich, wenn die Räder noch einigermaßen fahrbereit wären“, wünscht sich Ulrich Semmler, Bereichsleiter Arbeit der Lebenshilfe, der sich sehr über den Auftrag des Theaters freut: „Das ist ein Beitrag zur Sicherung attraktiver Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung.“ Die roten Fahrräder mit dem weißen Schriftzug sollen so individuell sein, wie die Besucher des Theaters. Geplant sei sogar die Aufbereitung von Kinderrädern, die die Neuabonnenten an die Kinder oder Enkelkinder weiterverschenken könnten. Begeistert von der Aktion ist auch Joachim Klement. „Wir möchten unser Publikum natürlich immer bewegen. Durch diese Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe können wir die Lust aufs Theater jetzt auch nachhaltig sichtbar machen. Die neuen Besitzer fahren schließlich in der Stadt Werbung“, skizziert der Generalintendant, und ergänzt augenzwinkernd: „Außerdem haben sie bei Theaterbesuchen absolut keine Parkplatzprobleme.“
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