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„Atmosphäre des Friedens“

Petra Gottsand, Geschäftsführerin des Braunschweiger Hospiz, präsentierte das jüngst erhaltene „Gütesiegel stationäres Hospiz“. Links von ihr Cornelia Rundt und Carola Reimann. Foto: cm

10. Jahrestag des Hospiz am Hohen Tore in der Dornse gefeiert.

Von Christoph Matthies, 25.03.2017.

Braunschweig. Seit zehn Jahren betreut das Hospiz am Hohen Tore Sterbende auf ihrem letzten Weg. In der Dornse des Altstadtrathauses wurde dieses Jubiläum nun feierlich begangen – mit vielen Freunden und Förderern aus Politik und Gesellschaft.

So hatte es sich auch Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt nicht nehmen lassen, die Erfolgsgeschichte der Braunschweiger Einrichtung in einem Grußwort zu würdigen. „Das Hospiz am Hohen Tore hat sich in Braunschweig etabliert und wird von der Stadtgesellschaft wahrgenommen und geschätzt“, so die SPD-Politikerin, die fortfuhr: „Es wird unglaublich viel geleistet für die Gäste und die Angehörigen, aber auch für die Gesellschaft insgesamt.“ Rund 1800 Sterbende wurden seit der Eröffnung im März 2007 in ihrer letzten Lebensphase begleitet.

In den verschiedenen Grußworten berichteten etwa Hospiz-Geschäftsführer Norbert Velten und Professor Roswitha Bender, die „gute Seele der Braunschweiger Hospizarbeit“ (Velten), von der Entstehung der Braunschweiger Einrichtung und des Hospizgedankens insgesamt, der seinen Ursprung in den 1960er-Jahren in England hatte.

Sehr persönliche Worte fand Braunschweigs Sozialdezernentin Andrea Hanke, die, selbst kinderlos, den Stellenwert einer Einrichtung betonte, in der Sterbende „sich aufgefangen und wohlfühlen.“ Sie berichtete nur Positives von ihrem Besuch im Hospiz: „Ich habe einen Ort kennengelernt, der nicht traurig wirkte, sondern eine Atmosphäre der Ruhe und des Friedens ausstrahlte.“

Den Festvortrag hielt Braunschweigs Bundestagsabgeordnete Carola Reimann, die neben der historischen und menschlichen Dimension vor allem die politische Situation in den Mittelpunkt stellte. „Die Bundespolitik ist sich glücklicherweise einig, was den Ausbau der Hospizarbeit angeht.“ Schon seit der Gesundheitsreform 2007 gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf Palliativversorgung.

Gesundheitsexpertin Reimann versäumte es nicht, das Engagement der vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Einrichtung ganz besonders zu würdigen: „Die Arbeit, die Sie leisten, ist für Braunschweig unersetzlich.“
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