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„Achtung: Pioniere!“ gestartet

Braunschweiger Staatstheater kooperiert bis 2012 mit dem Theater Z/K/M/ aus Zagreb

Von André Pause, 08.12.2010


Braunschweig. „Als wir in dieser Saison am Staatstheater gestartet sind, haben wir eine Stadt vorgefunden, die schon sehr international ist – kulturell und wissenschaftlich. Wir wollen mit diesem Projekt an diese Internationalität anknüpfen“, sagt Axel Preuß, Chefdramaturg des Staatstheaters.

Unter dem Motto „Achtung: Pioniere!“ kooperiert das Braunschweiger Staatstheaters in den kommenden zweieinhalb Jahren mit dem kroatischen Theater Zagrebacko Kazalište Mladih (Z/K/M/): Theaterschaffende aus Braunschweig und Zagreb kommen zusammen, Jugendclubs werden gegründet und vernetzt, und neue Stücke herausragender deutscher und kroatischer Autoren werden zur Uraufführung gebracht. Die künstlerische Leitung des Projekts übernimmt Axel Preuß gemeinsam mit Dubravka Vrgoc (Z/K/M/).
Die Zusammenarbeit selbst hat einen wissenschaftlichen Themenkern. Der historische Fall der beiden Luftfahrtpioniere David Schwarz und Ferdinand Graf von Zeppelin soll auf künstlerischem Wege untersucht und aufgearbeitet werden. Es geht darum, zu erfahren, welche Rolle persönliche, kulturelle, politische, militärische und finanzielle Interessen im Zusammenhang mit wissenschaftlichem Fortschritt spielen. Hintergrund: Zeppelin hatte sowohl die Entwürfe als auch die Patente im Januar 1898 von Melanie Schwarz, der Witwe des in Zagreb lebenden David Schwarz, erworben. David Schwarz war ein Jahr zuvor just an dem Tag gestorben, an dem er die Nachricht erhalten hatte, dass Gas nun in einer Qualität lieferbar wäre, die sein Luftschiff zum Fliegen brauchte.
Aus Recherchematerial werden zwei deutsch-kroatische Teams – die Regisseurin Daniela Löffner arbeitet mit der Autorin Ivana Sajko, der Regisseur Ivica Buljan mit Julie Zeh und Charlotte Roos zusammen – im fortwährenden Prozess neue Stücke entstehen lassen, die ihre Uraufführung jeweils im Rahmen des Festivals Theaterformen im Mai 2012 haben sollen.
Aus den Jugendclubs der beiden Partnertheater werden zwei Clubs der jungen Pioniere gebildet, die unter professioneller Anleitung zwei Stücke entwickeln. Dabei lernen sie die Partnerstädte kennen und zeigen sich ihre Stücke. Darüber hinaus ist ein über drei Spielzeiten währender Austausch und Dialog von Mitarbeitern eingeplant.
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