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1271 Forscher auf dem Schlossplatz

 

Rund 40 Programmpunkte lockten die Besucher am Freitag zur "European Researchers‘ Night"

Von André Pause, 27.09.2014

Braunschweig. Doch recht deutlich hat das ausrichtende Haus der Wissenschaft die Forscherwette der „European Researchers‘ Night“ am Freitagabend gewonnen.
Exakt 1271 händisch ausgezählte Wissenschaftler aus den verschiedensten Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gesamten Region (und auch darüber hinaus) standen um 18 Uhr vor den Schlossarkaden unter himmelblauen Regenschirmen. Aufgrund des Gelingens der Mobilisierungsaktion spendet die PSD Bank jetzt 1500 Euro für das Förderprogramm Studienkompass an die Bürgerstiftung Braunschweig.
Kein Geld, jedoch reichlich lobende Worte gab es im Anschluss von Gabriele Heinen-Kljajic: für die "Researchers‘ Night" insgesamt – und das positive Wettergebnis. Sonderlich erstaunt habe sie das allerdings nicht, betonte die niedersächsische Wissenschafts- und Kulturministerin, die kurzfristig für Bundesbildungsministerin Johanna Wanka – die eigentliche Wettpatin – eingesprungen war. „Wo, wenn nicht in Braunschweig, soll es gelingen, 1000 Wissenschaftler für solch eine Aktion zusammenzubekommen“, fragte Heinen-Kljajic rhetorisch in die zu diesem Zeitpunkt (19 Uhr) nicht mehr ganz so zahlreiche Menge.
So selbstverständlich, wie es sich aus Ministerinnenmund anhörte, war der Erfolg der Veranstaltung freilich nicht. Neben anderen Faktoren mögen diese beiden eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben: Zum einen behielt Petrus sein H2O-Kontingent an diesem Abend erfreulicherweise bei sich. Und zum anderen haben sich Karen Minna Oltersdorf und ihr Team vom Haus der Wissenschaft für das seit 2005 von der Europäischen Kommission ausgeschriebene Projekt seit Mai das ein oder andere Bein ausgerissen. Unterstützt durch zahlreiche Partner aus der Region und die Stadt Braunschweig, konnte sich Braunschweig als einzige deutsche Stadt im Bewerbungsverfahren durchsetzen. Insgesamt findet die "Researchers‘ Night" jeweils am letzten Freitag im September in rund 300 Städten Europas sowie einigen Nachbarländern statt.
In Braunschweig lockten unter dem Motto „In jedem steckt ein Forscher“ bereits am Nachmittag Aktionen und Stände – etwa 40 Programmpunkte gab es insgesamt – naturwissenschaftlich interessierte Besucher auf den Schlossplatz und ins Schlossmuseum, die Stadtbibliothek, ins Foyer der Schlossarkaden sowie in den Roten Saal.
Im Foyer beispielsweise informierten die Kulturgutdokumentaristen von "Initial Training Network for Digital Cultural Heritage" (Netzwerk für digitales Kulturerbe). Ein Modell des Brandenburger Tores konnte hier zusammengesetzt werden; Nicolas-Martin Beaumont und seine Kollegen gaben mit 3-D-Modellen auf dem Bildschirm Tipps zur Wiedererrichtung. Ein paar Meter weiter lud Julia Holzki zum Elevator Pitch. Eine Rolltreppenlänge erzählte die Doktorandin des Helmholtzinstituts launig über ihr Forschungsthema: „Liebe kommt und geht, Herpes besteht.“ Und draußen am Stand der Ostfalia Hochschule konnte der "iMars" unter die Lupe genommen werden. Allerdings nur, wenn der an R2-D2 gemahnende Roboterkamerad nicht gerade wieder unterwegs war. Darüber hinaus gab es zahlreiche Experimente, Vorträge, eine wissenschaftliche Talkrunde, einen Science-Slam, reichlich Musik und vieles mehr.
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