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Steigender Anteil der ambulanten Pflege – Bedeutung von Mobilitätshilfen

Zunehmend entscheiden sich pflegebedürftige Menschen für die ambulante Pflege in den eigenen vier Wänden. Mit dem 1. Januar 2017 traten auch umfassende Änderungen für die Gesetzgebung zur Pflegebedürftigkeit in Kraft. Gravierender Bestandteil der Änderungen ist die Gleichstellung von geistigen und körperlichen Behinderungen, was an Demenz erkrankten Menschen entgegenkommt.

Im Zuge dieser Umstrukturierung wurden statt der vorherigen Pflegestufen die Pflegegrade von 1 bis 5 eingeführt. Die Zahl der Antragsteller auf Pflegegeld dürfte sich also weiter erhöhen. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes für 2015 wurden von rund 2.860.293 Pflegebedürftigen in Deutschland 2.076.877 Menschen zu Hause versorgt. Das entsprach dem Anteil von 72 %. Die hohe Zahl der zu Hause betreuten Pflegebedürftigen erlaubt Rückschlüsse auf die enorme Bedeutung von Mobilitätshilfen für diesen Personenkreis.

Mobilität und ambulante Pflege


Der wichtigste Beweggrund von Menschen, sich für eine ambulante Pflege zu Hause zu entscheiden ist der Verbleib im gewohnten Umfeld. Dieses Umfeld beschränkt sich bei den meisten Pflegebedürftigen nicht auf die Wohnung. Wer einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nimmt, wünscht sich auch, bestehende soziale Kontakte, Einkaufsmöglichkeiten weiter zu nutzen. So weit wie möglich, soll die Lebensqualität nicht beeinträchtigt werden.

Da viele pflegebedürftige Menschen teils oder gänzlich gehbehindert, bzw. zumindest mobil eingeschränkt sind, sind Mobilitätshilfen wichtig für ein selbstbestimmtes Leben. Neben Gehhilfen, Rollator oder Rollator kommt dem Treppenlift eine immer größere Bedeutung zu. Oft ist die heimische Treppe das Haupthindernis für eigene Mobilität. Leider wird der Treppenlift aber noch lange nicht in dem Umfang genutzt, wie es angesichts der vielen pflegebedürftigen und mobil eingeschränkten Menschen nötig wäre.

Gründe für den Verzicht auf einen Treppenlift


Ein Grund der zu geringen Inanspruchnahme von Treppenliften ist die mangelnde Aufklärung. Während sofort zu Gehilfen oder dem Rollator geraten und diese verordnet werden, findet die Möglichkeit der Installation vom Treppenlift kaum Erwähnung.

Ältere Menschen verfügen oft nicht über die Informationsbreite, die heute das Internet bietet. Allein die Erwähnung der Preise von 13.000 bis 15.000 Euro – je nach Art des Lifts – schreckt sie ab. Wer weitergeht und das Gespräch mit dem Vermieter sucht, gibt sich oft mit einer einfachen, unbegründeten Absage zufrieden. Die technischen Details, die bei einem Treppenlift-Vergleich und der umfassenden Information über Angebote zu beachten sind, stellen eine weitere Hürde dar.

Bis sich Pflegedienste, Krankenkassen, Ärzte, Reha-Einrichtungen überzeugen lassen, die Möglichkeit Treppenlift in ihre Empfehlungen und Beratungen zu Mobilitätshilfen intensiver zu betreiben, dürfte einige Überzeugungsarbeit und etwas Umdenken erfordern. Dagegen haben Angehörige eher die Möglichkeit, den Pflegebedürftigen bei der Suche nach eingehender Beratung zu unterstützen und sich über Finanzierung und technische Details zu informieren. Problematisch ist es, wenn sich Betroffene und Angehörige beim erstbesten Anbieter informieren.

Das könnte genau die falsche Adresse sein, denn von über hundert Anbietern in Deutschland sind nicht alle gleich gut.

Beratung und Unterstützung

Von der Stiftung Warentest gibt zwar Informationsmaterial, aber noch keinen Preis- und Produktvergleich zum Treppenlift. Dagegen gibt es Online-Beratungen, die von Herstellern und Verkäufern unabhängig sind. Bei solchen Beratungen können auch Informationen zur Finanzierung eingeholt werden. Die Hürden sind tatsächlich nicht so hoch, wie sich das viele Antragsberechtigte vorstellen.

Zuschüsse von den Krankenkassen sind beispielsweise zu beantragen, wenn jemand einen Pflegegrad hat und nachweislich auf ständige Hilfe auf der Treppe angewiesen ist. Da zum Antrag auch der Kostenvoranschlag eines Anbieters einzureichen ist, sind unabhängige Informationen zu einem Treppenlifte-Preisvergleich und einem Treppenlifte-Test unbedingt wichtig. Dabei kommt es darauf an, dem Vergleich genau die Art von Treppenlift zugrunde zu legen, die benötigt wird. Das kann ein Sitzlift, Hublift oder Plattformlift sein.

Je fundierter alle Anlagen zum Antrag für Kostenzuschüsse sind, einschließlich ärztlicher Bescheinigungen, Pflegegradnachweise und umfassendem Kostenvorschlag, desto höher sind die Chancen zur schnelleren Bewilligung.
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